Lichters Blick auf Chagalls „Der Jongleur“

Dat Rezept: „Chagalls komplett verhunzte Chaos-Pfanne“

Marc Chagall - Le jongleur (1943) (110,5 x 78,8 cm)

So, meine Lieben, jetzt haltet euch fest. Wat hier auf den Tisch kommt, is keine Kunst – dat is ’n Missgeschick mit Goldrand.

Die Zutaten

(oder: Wat der gute Mann partout nich konnte)

’Ne Prise Anatomie:

Is nich drin. Der Jongleur sieht aus, als hätte man ihm die Knochen rausgezogen und durch Gummischläuche ersetzt. Arme wie nasse Spaghetti, Beine wie nach’m Verkehrsunfall. Dat is kein menschlicher Körper – dat is ’ne Warnung vom Orthopäden.

Ein halbes Kilo Perspektive:

Komplett vergessen. Da schwebt allet durcheinander wie auf ’nem Jahrmarkt nach’m Stromausfall. Oben, unten, vorne, hinten – is hier alles egal. Dat Bild hat weniger Orientierung als ich ohne Brille im Keller.

Ein ordentlicher Schluck handwerkliches Können:

Ja, Pustekuchen! Da is nix. Die Linien zittern rum wie meine Hände nach drei Espressi zu viel. Dat is nich locker gemalt, dat is unsicher hingeschmiert. So malt keiner aus Überzeugung – so malt einer, der’s einfach nich besser kann.

Logik & Aufbau:

Ham wa nich. Brauchen wa nich. Hauptsache bunt und der Name stimmt.

Die Zubereitung

(Jetzt wird’s richtig wild)

Man nehme ’ne Leinwand und schmeißt alles weg, wat man jemals über Zeichnen gelernt hat. Licht? Schatten? Spannung? Ach, komm! Dann malste Figuren, als würdest du sie mit’m Besen an die Wand klatschen. Proportionen so daneben, dat selbst ’n Metzger sagt: „Dat fass ich nich an.“

Zum Schluss wird die Farbe draufgeschmiert wie Remoulade auf ’ne schlechte Pommes: zu viel, zu lieblos, überall daneben. Keine Tiefe, kein Halt, nix. Flach wie ’ne kalte Frikadelle auf’m Parkplatz.

Anrichten & Preis

Und jetzt kommt der Knaller, meine Lieben:

Über 10 Millionen Euro.

DA LEGSTE DICH DOCH FLACH! Für dat Geld kriegste ’n Schloss, ’ne Küche und ’nen Koch, der weiß, wo vorne und hinten is. Hier kriegste ’n Bild, dat aussieht wie Kunstunterricht kurz vor Schulschluss.

Fazit

Dat is kein Meisterwerk. Dat is teuer, weil’s teuer is. Handwerklich is dat ’ne Katastrophe, künstlerisch ’n Ratespiel. Und ganz ehrlich:

Für so’n Preis erwarte ich Können – und kein Gekleckse mit Prominentenbonus.

So. Und jetzt erst mal ’n Kaffee. ☕ Den brauch ich jetzt.

📌Horst Lichter
📌Marc Chagall
📌Le jongleur

Kommentare