Franz Josef Strauß’ Blick auf Munchs „Der Schrei“
Munchs ‚Schrei‘ wirkt wie g’schmierter Krach auf Leinwand – a Bild, des eher nach Maß Bier schreit als nach Kunst.
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| Edvard Munch - Der Schrei (1910) (83,5 x 66 cm) |
Ein erster Blick auf den „Schmarren“
„Also, meine Herrschaften, schaut’s euch diesen Schmarren an – ‚Der Schrei‘ von diesem Munch! Ein Gesicht wie a zerquetschte Brezn, Mund auf wie beim Zahnarzt ohne Betäubung, Himmel rot wie a blutige Watschn, und der ganze Kerl hält sich die Ohren zu, als ob’s ihm selber zu deppert wär! Des is koa Kunst, des is a Sauerei auf Leinwand! A dilettantischer Dreck, der einem den Magen umdreht!“
Was in Bayern als Kunst gilt – und was nicht
„In an ordentlichen bayerischen Wirtshaus hängt a Bild, wo ma was erkennt: a Hirsch, a Madl, a Landschaft, wo’s Bier schmeckt! Aber des da? Des is Expressionismus, sagen’s – i sag: Expressionismus is, wenn oana net malen kann und’s dann no teuer verkauft! Der hat net g’malt, der hat g’schmiert! Mit’m Pinsel in der Hand rumgefuchtelt wie a Betrunkener mit’m Besen. Kein Strich, der was taugt, kein Gesicht, das a Seele hat – nur Panik, nur Chaos, nur Hässlichkeit pur!“
Provokation statt Kunst
„Des is net Kunst, des is a Provokation für Depperte! Die wolln uns weismachen, des wär tiefgründig, weil’s so scheußlich is. Aber i sag euch: In Bayern wissen ma, was schee is – und was net! Des Bild ghört net ins Museum, des ghört in an Keller, wo’s keiner sieht. Oder besser: Verbrennen’s net, des wär no z’viel Ehre – schmeißt’s weg, und trinkt’s a Maß drauf!“
Ein Trinkspruch auf den besseren Geschmack
„Wer so was als Kunst verkauft, der betrügt’s Volk! Und wer’s kauft, der hat’s Geld zum Fenster nausg’schmissen. Prost, auf an besseren Geschmack!“
Der Schlussknall
Er haut auf’n Tisch: „No a Runde – und weg mit dem Schrei!“
📌Franz Josef Strauß
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