Buddhas Blick auf Picassos „Guernica“

Guernica als lärmendes Chaos: ein Bild, das Unruhe schreit, aber keine Wahrheit sieht.


Fliesenbild in der Stadt Gernika, Original von Picasso-Guernica (1937) (350 x 780 cm).
Jules Verne Times Two / www.julesvernex2.com, Mural del "Guernica" de Picasso, CC BY-SA 4.0

Der Lärm der inneren Unruhe

Wenn man vor diesem Bild steht,
 so begegnet man keinem Frieden
 und keiner Klarheit.

Man sieht Formen, die sich selbst nicht kennen,
 Linien, die nicht wissen, wohin sie gehen,
 Gestalten, die nicht aus Mitgefühl geboren sind,
 sondern aus Hast.

Es ist ein Werk, das laut sein will,
 doch seine Lautstärke entsteht nicht aus Wahrheit,
 sondern aus Unruhe.

Die Verirrung der Hässlichkeit

Hässlichkeit allein ist kein Weg zur Erkenntnis.
 Verzerrung allein führt nicht zur Weisheit.
 Dilettantismus ist kein Ausdruck von Mut.

Wer den Schrecken des Krieges zeigen will,
 muss nicht die Form zerstören,
 sondern das Herz öffnen.

Doch dieses Bild öffnet nichts.
 Es verschließt.
 Es verwirrt.
 Es wirft Schatten, wo Licht nötig wäre.

Die Ungeduld des Augenblicks

Es zeigt nicht den Krieg,
 sondern die Unfähigkeit, ihn zu begreifen.
 Es zeigt nicht Leid,
 sondern die Ungeduld des Malers.

So bleibt Guernica ein Lärm ohne Richtung,
 ein Chaos ohne Einsicht,
 ein Versuch, der nicht zur Wahrheit führt.

Die verlorene Sicht

Denn wahre Kunst entsteht aus Klarheit,
 aus Achtsamkeit,
 aus der ruhigen Hand,
 die sieht, bevor sie malt.

Dieses Bild aber
 sieht nicht.
 Es starrt.
 Und im Starren verliert es alles,
 was Kunst zu Kunst macht.

📌Buddha

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